Leo Fall


1873 – 1925

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Verknüpfte Normincipits


Der fidele Bauer (komponierte)
Mutterl, du musst mir was Schön's jetzt kauf'n (komponierte)
Zwei Augen, die wollen mir nicht aus dem Sinn (komponierte)
Die Rose von Stambul (komponierte)
Im Liebesfalle, sind nämlich alle (komponierte)
Madame Pompadour (komponierte)
Man sagt uns nach, daß wir in puncto Damen (komponierte)
Das Puppenmädel (komponierte)
Der liebe Augustin (komponierte)
Lass dir Zeit, alles mit Gemütlichkeit (komponierte)
Hast du lieber mich? (komponierte)
Die Dollarprinzessin (komponierte)
Die geschiedene Frau (komponierte)
Kind, du kannst tanzen (komponierte)
Man steigt nach (komponierte)
Oh Ehestand, wie bist du schön (komponierte)
Wir tanzen Ringelreihen (komponierte)
Geh sag' doch Schnucki zu mir (komponierte)
Gonda, liebe kleine Gonda (komponierte)

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Leo Fall (* 2. Februar 1873 in Olmütz, Österreich-Ungarn; † 16. September 1925 in Wien) war ein österreichischer Komponist und Kapellmeister und einer der bedeutendsten Vertreter der Silbernen Operettenära.

Leben

Leo Fall, der Bruder der Komponisten Richard Fall und Siegfried Fall, die beide von den Nationalsozialisten wegen ihrer jüdischen Herkunft in Konzentrationslager verschleppt wurden und dort starben, kam nach dem Besuch des Wiener Konservatoriums der Gesellschaft der Musikfreunde, wo er u. a. Musiktheorie bei Robert Fuchs und Johann Nepomuk Fuchs studierte, 1892 als Kapellmeister nach Hamburg, anschließend als Sologeiger ans Berliner Metropol-Theater.

Als seine ersten Opern erfolglos blieben, wurde er Hauskomponist des Berliner Kabaretts Böse Buben im Berliner Künstlerhaus. Er schrieb dort die Musik zu zahlreichen Couplets, z. B. zu Und Meyer sieht mich freundlich an, das von Kurt Tucholsky als das klassische Berliner Couplet gewürdigt wurde. Danach vollzog sich der Übergang zur Operette. Fall widmete sich seit 1906 ausschließlich der Komposition, schaffte von 1907 bis 1908 mit drei Operetten (darunter Die Dollarprinzessin) den Durchbruch und wurde schließlich mit späteren Werken wie Die Rose von Stambul (1916) weltweit bekannt.

Fall, dessen Werke von den Nationalsozialisten verboten wurden, zählt neben Franz Lehár und Oscar Straus zu den bedeutendsten Komponisten der sogenannten „Silbernen Operettenära“.

Seine musikalisch breit gefächerten Operetten oszillieren zwischen klassischen (Wiener Walzer) und modernen Motiven (Schlager, Jazz, Foxtrott). Es war vor allem der beim WDR in Köln tätige Dirigent Franz Marszalek, der sich mit vielen beispielhaften Aufnahmen für Leo Fall eingesetzt hat.

1901 wurde er Mitglied in der Preßburger Freimaurerloge Freundschaft. Seine Grabstelle befindet sich auf dem Wiener Zentralfriedhof (israelitischer Teil Tor 4, Gruppe 3, Reihe 4, Nr. 1). 2000 benannte man den Leo-Fall-Weg in Wien-Hietzing nach ihm.

Werke (Auswahl)

  • Der Rebell (1905, sieben Jahre später umgearbeitet zu Der liebe Augustin)
  • Der fidele Bauer (1907)
  • Die Dollarprinzessin (1907)
  • Die geschiedene Frau (1908)
  • Der Schrei nach der Ohrfeige (1909)
  • Brüderlein fein (1909)
  • Das Puppenmädel (1910)
  • Die schöne Risette (1910)
  • Der ewige Walzer (1911)
  • Die Sirene (1911)
  • Der liebe Augustin (1912)
  • Die Studentengräfin (1913)
  • Der Nachtschnellzug (1913)
  • Frau Ministerpräsident (1914)
  • Der künstliche Mensch (1915)
  • Die Kaiserin (Fürstenliebe) (1916)
  • Die Rose von Stambul (1916)
  • Die spanische Nachtigall (1920)
  • Der heilige Ambrosius (1921)
  • Die Straßensängerin (1922)
  • Madame Pompadour (1922)
  • Der süße Kavalier (1923)
  • Jugend im Mai (1926)
  • Der junge Herr René (Umarbeitung von Der süße Kavalier durch Michael Krasznay-Krausz, März 1935 in Zürich), weitere Aufführungen: Januar 1936 in Prag, September 1951 in Karlsruhe

Siehe auch

  • Richard Fall (Bruder)
  • Siegfried Fall (Bruder)
  • Liste von Operetten-Komponisten

Literatur

  • Edmund Nick: Fall, Leo. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 5, Duncker & Humblot, Berlin 1961, ISBN 3-428-00186-9, S. 16 (Digitalisat).
  • Fall Leo. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 1, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1957, S. 285.
  • Stefan Frey: Leo Fall. Spöttischer Rebell der Operette, Edition Steinbauer, Wien 2010, ISBN 978-3-902494-45-0.
  • Marcus Pyka: „Von Reformen, ganz enormen, träumen wir am Bosporus“: Das Osmanische Reich als Vorbild wider Willen in Leo Fall's Rose von Stambul (1916), in: Archiv Operetta Research Center Amsterdam (online).

Weblinks

  • Leo and Richard Fall – Onlinebiografie und Werkverzeichnis von Kurt Gänzl aus der Encyclopedia of Musical Theatre im Archiv der Chicago Folks Operetta (engl.)
  • Literatur von und über Leo Fall im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Leo Fall in der Internet Movie Database (englisch)
  • Eintrag zu Leo Fall im Austria-Forum (im AEIOU-Österreich-Lexikon)
  • Liste der Bühnenwerke von Leo Fall auf Basis der MGG bei Operone
  • Leo Fall gestorben. In: Neue Freie Presse, Abendblatt, 16. September 1925, S. 3 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nfp

Einzelnachweise

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