Victor Ernst Nessler


1841 – 1890

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Verknüpfte Normincipits


Das ist im Leben hässlich eingerichtet (komponierte)
Mädchen mit dem roten Mündchen (komponierte)
Ich stand in dunkeln Träumen (komponierte)
Wenn zwei voneinander scheiden (komponierte)
Wer nie sein Brot mit Tränen aß (komponierte)

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Victor Ernst Nessler (französisch Victor Erneste Nessler) (* 28. Januar 1841 in Baldenheim; † 28. Mai 1890 in Straßburg) war ein deutscher Komponist.

Leben

Nessler war der Sohn des Pastors Carl Ferdinand Nessler und dessen Ehefrau Wilhelmine Nessler geborenen Kampmann. Er studierte auf Wunsch seines Vaters evangelische Theologie an der Universität Straßburg. Bereits während dieses Studiums nahm er bei Th. Stern Privatstunden im Komponieren. Mit dessen Hilfe und Unterstützung konnte Nessler gegen Ende seines Studiums erfolgreich debütieren (Kirchenmusik). Während seines Studiums wurde er 1861 Mitglied der Schwarzburgbund-Verbindung Wilhelmitana Straßburg.

Als 1864 seine Oper Fleurette eine sehr erfolgreiche Premiere erreichte, gab Nessler sein Studium auf und ging noch im selben Jahr nach Leipzig. Um seine Fertigkeiten zu verbessern und zu verfeinern, wurde er dort Meister-Schüler von Moritz Hauptmann. 1868 konnte er mit großem Erfolg seinem Publikum seine romantische Zauberoper Dornröschens Brautfahrt vorstellen. 1870 wurde Nessler als Chordirigent an das Leipziger Stadttheater verpflichtet und 1878 übernahm er die Aufgaben eines Kapellmeisters am Carola-Theater (Leipzig). Zu den wichtigsten Aufgaben zählte u. a. die Leitung des Leipziger Sänger-Bundes.

Ebenfalls erfolgreich wurde am 19. März 1879 in Leipzig Nesslers Der Rattenfänger von Hameln aufgeführt. Nach weiteren, allerdings weniger spektakulären Erfolgen erlebte Nessler am 4. Mai 1884 mit seiner Oper Der Trompeter von Säckingen einen sensationellen Erfolg, der ihn quasi über Nacht im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt machte. Einer seiner letzten Erfolge war 1886 die Aufführung des Singspiels Otto der Schütz, mit dem er aber nicht mehr an die früheren Erfolge anknüpfen konnte.

Nach 1888 verließ Nessler Leipzig und kehrte ins Elsass zurück. Er ließ sich in Straßburg nieder, wo er bald nach seinem 49. Geburtstag am 28. Mai 1890 starb. Dort fand er auch seine letzte Ruhestätte.

Werke (Auswahl)

Vokalwerke

  • Der Blumen Rache
  • Das Grab am Busento
  • Gesang zu Pfingsten

Bühnenwerke

  • Fleurette. Oper. Libretto: ? UA 1864 Straßburg
  • Dornröschens Brautfahrt. Oper. Libretto: ? UA 1867 Leipzig
  • Hochzeitsreise. Oper (Singspiel?). Libretto: ? UA 1867 Leipzig
  • Nachtwächter und Student. Oper (Singspiel?) in einem Akt. Libretto: ? UA 1868 Leipzig
  • Am Alexandertag. Oper (Singspiel?) in einem Akt. Libretto: ? UA 1869 Leipzig
  • Irmingard. Oper. Libretto: ? UA 1876 Leipzig
  • Der Rattenfänger von Hameln. Oper in 5 Akten. Libretto: Friedrich Hofmann (nach J. Wolff). UA 19. März 1879 Leipzig
  • Der wilde Jäger. Oper (Singspiel?) in 4 Akten. Libretto: Friedrich Hofmann. UA 1881 Leipzig
  • Der Trompeter von Säckingen. Oper in einem Vorspiel und 3 Akten. Libretto: Rudolf Bunge (nach Joseph Victor von Scheffel). UA 1884 Leipzig
  • Otto der Schütz. Oper (Singspiel?) in 4 Akten. Libretto: Rudolf Bunge (nach G. Kinkel). UA 1886 Leipzig
  • Die Rose von Straßburg. Oper (Singspiel?). Libretto: ? UA 1890 München

Diskographie

  • Kölner Rundfunkorchester, Helmuth Froschauer: Der Trompeter von Säckingen. Capriccio 1997.

Literatur

  • Carl Krebs: Neßler, Victor E. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 52, Duncker & Humblot, Leipzig 1906, S. 613 f.

Weblinks

  • Werke von und über Victor Ernst Nessler im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Werke von und über Victor Ernst Nessler in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  • Noten und Audiodateien von Victor Ernst Nessler im International Music Score Library Project

Einzelnachweise