Sammlung Prof. Dr. Sabine Giesbrecht ➔ Die Uhr

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    Die Uhr
Die Uhr
Die Uhr
Datierung
Datierung durch Poststempel/Sonderstempel 1. November 1917
Hersteller_in
Verlag / Druck / Herausgeber : K. & H. (Köln)
(Berlin-Neukölln [Rixdorf, Neukölln])
Maler/Zeichner_in
Alois Broch
Textdichter_in
Johann Gabriel Seidl
Frankierung und Postweg

Kartentypus
Ansichtskarte / Motivkarte
Beschaffenheit
  • Autotypie (farbig)
    Typographie / Typendruck
  • Karton

Maße
Kürzere Seite: 9.1 cm
Längere Seite: 14 cm
Verknüpfte Orte
Meerane (Absenderort)
Braunschweig (Adressort)


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Bildbeschriftung
Gedruckte Beschriftung der Vorderseite:
Die Uhr

Ich trage, wo ich gehe,
Stets eine Uhr bei mir;
Wieivel es geschlagen habe,
Genau seh' ich an ihr.

Es ist ein großer Meister,
Der künstlich ihr Wert gefügt,
Wenngleich ihr Sang nicht immer
Dem törichten Wunsche genügt.

Ich wollte, sie wäre rascher
Gegangen an manchem Tag;
Ich wollte, sie hätte manchmal
Verzögert den raschen Schlag.

In meinen Leiden und Freuden,
Im Sturm und in der Ruh',
Was immer geschah im Leben,
Sie pochte den Takt dazu.

Sie schlug am Sarge des Vaters,
Sie schlug an des Freundes Bahr'
Sie schlug am Morgen der Liebe,
Sie schlug am Traualtar.

Sie schlug an der Wiege des Kindes,
Sie schlägt, will's Gott, noch oft,
Wenn bessere Tage kommen,
Wie meine Seel' es hofft.

Und ward sie auch manchmal träge;
Und drohte zu stocken ihr Lauf,
So zog der Meister immer
Großmütig sie wieder auf.

Doch stände sie einmal stille,
Dann wär's um sie gescheh'n,
Keine Andrer, als der sie fügte,
Bringt die Zerstörte zum Geh'n.

Dann müßt' ich zum Meister wandern,
Der wohnt am Ende wohl weit,
Wohl draußen jenseits der Erde,
Wohl dort in der Ewigkeit!

Dann gäb' ich sie ihm zurück mit dankbar kindlichem Fleh'n;
Sieh' Herr, ich hab' nichts verdorben, sie blieb von selber steh'n.

Gabriel Seidl
Gedruckte Beschriftung der Rückseite:
"Bunte Reihe" Nr. 39.

Normincipit
Ich trage, wo ich gehe
Serie
Bunte Reihe Nr. 39
Verknüpfte Schlagwörter

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Iconclass

Bildbeschreibung
Ein älterer Mann mit weißem Bart sitzt auf einem Stuhl auf einer Veranda vor einem Haus und weist mit seiner Hand auf etwas außerhalb des Bildrandes. An seinem Bein lehnt ein kleines Kind, das gebannt in die Richtung blickt, in die der Mann zeigt. Neben den beiden sitzt außerdem eine junge Frau, die den älteren Mann an der Schulter berührt. 

Unterhalb der Szene wurde der vollständige Liedtext des Liedes "Ich trage, wo ich gehe" abgebildet.

Sammlungskategorie

2.3 Populäre Lieder, Schlager und Gedichte

ID
os_ub_0003792

Sammlung
Sammlung Prof. Dr. Sabine Giesbrecht
Alte Signatur
2_3-059

Permalink
URN: urn:nbn:de:gbv:700-2-0003792-9
Permalink: http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:700-2-0003792-9
Copyright
CC0 1.0 (Metadaten)
Förderer
Digitalisierung gefördert durch die Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur, Erschließung gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur